10.20.08

Das Ende des Konjunktivs

Veröffentlicht in My Life tagged , , um 10:15 von innertemple

Babys ist es egal ob man etwas essen könnte. Babys haben Hunger. Da zählt nur Essen oder nicht Essen. Von der Möglichkeit zu Essen wird kein Baby satt, nur vom Essen selbst.

Das ist meine erste große Erkenntnis als frischgebackener Vater. Klingt unglaublich banal ist aber genau das Gegenteil der Schulzeit udn des Studiums. Da lebt man von Möglichkeiten, von Ideen ud Perspektiven. Ein Baby aber lebt von Nahrung. Ein Student natürlich auch, aber von mir selber weiß cih, wie sehr einen Zukunftspläne, Ideen, Vorstellungen auf Trab halten können. So einem kleine Kerlchen hingegen ist das völlig schnuppe.

Hauptsache, Essen, Schlaf und Temperatur stimen genau jetzt, dann bin ich genau jetzt zufrieden. Es geht also doch: Schwarz oder Weiß, das Ende aller Grautöne, die Rückbesinnung auf das wirklich Wesentliche oder auch einfach pure Bedürfnisbefriedigung, hauptsache es GESCHIEHT!

Und auch wenn das Leben als erwachsener Berufstätiger ungeich vielschichtiger ist als das Leben eines Neugeborenen, so ist meine grundsätzliche Erkenntnis dennoch: Was letzten Endes wirklich zählt sind zwei Dinge: das Ergebnis und der Moment.

Beides kann in unendlichen Schattierungen auftreten, aber ein Ergebnis, das hätte sein können bleibt letztlich irrelevant, weil man es nicht erreicht, hat, nicht gelebt hat, nicht für einen Moment zur Existenz gebracht hat und es deswegen keinen Platz im eigenen Leben bekommen hat – bis jetzt.

Ändern lässt sich sowas dauernd, aber nur, wenn man es tut!


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